Das Weingut Wilmshof ist ein Familienbetrieb in Selzen, einem kleinen Weinort südlich von Mainz. Das fruchtbare Tal der Selz ermöglicht in den Flußniederungen den ertragreichen Ackerbau und an den Hängen des Selztals den Weinbau auf Kalkmergel, Kalkstein sowie Letten und Sandböden.
Drei Generationen arbeiten auf dem Wilmshof zusammen, wobei die dritte Generation mit Jakob und Kaspar derzeit mehr die Gäste und Kunden unterhalten als zu arbeiten - was mit 3 und 6 Jahren auch sehr in Ordnung ist.
Seniorchef Werner Binzel und Juniorchef Tobias Mohr bewirtschaften gemeinsam etwa 7,5 ha Rebland und 45 ha Ackerland, wobei Werner der unumstrittene "Bauer" ist, während Schwiegersohn Tobias sich um Reben und Keller kümmert. Dagmar Binzel und Tochter Katrin sind diejenigen, die sich um Büro, Kundenbetreuung, Weinstube und die Familie kümmern - eigentlich der anstrengendere Teil eines Familienbetriebes, weil die beiden die guten Seelen des Betriebes sind. Der Hofladen mit Geschenkideen, der Webauftritt und alle Formen des gestalterischen Elementes des Weingutes obliegen Katrin, die dies trotz der beiden Kinder immer wieder bewundernswert leicht und locker erledigt.
Besuchen Sie doch auch unsere Website http://www.wilmshof-selzen.de/
oder kommen Sie gleich bei uns in Selzen vorbei...

auf Ihren Besuch freuen sich
Katrin, Tobias, Jakob und Kaspar Mohr
sowie
Dagmar und Werner Binzel

2012

Allen unseren Freunden, Gästen, Kunden, verwandten und überhaupt jedem wünschen wir ein Gutes Neues Jahr 2012.

Katrin hat neue Bilder auf der Homepage hochgeladen und überhaupt viel Arbeit und Mühe und Zeit usw in alles investiert, damit immer und immer wieder ein Besuch auf der Homepage lohnt.

Freitags ist jetzt immer ganz regulär der Weinladen geöffnet, wobei man natürlich weiterhin nach kurzem Anruf 24 Stunden an 7 tagen die Woche Wein erwerben kann.

Wir schauen jedenfalls gespannt und voller Zuversicht in ein neues Jahr und sehen mal, was es dieses Jahr für Überraschungen birgt.

Allen Freunden, Bekannten, Kunden und auch dem Rest der Welt…

…wünschen wir von ganzem Herzen ein friedvolles, besinnliches und nicht zuletzt schönes Weihnachtsfest. Der Schnee hat sich zwar in diesem Jahr nach anderswo verdrückt, aber das soll ja die Freude nicht stören! Wir werden drei Tage die Füße sonstwohin legen, den Kinderlein beim Kindersein zusehen und selbst ein ganz klein wenig Kind sein, es ist ja immerhin “scho Weihnacht”!

Gedenken wir noch einmal des großen Loriot, des bissigen Schorsch Kreisler und des grandiosen Socrates, die uns zusammen mit vielen anderen in diesem Jahr verlassen haben. Und freuen wir uns auf dieses, jenes und das andere auch noch, das uns im nächsten Jahr hoffentlich blühen wird.

In diesem Sinne ein frohes Fest

Katrin, Tobias, Jakob, Kaspar, Dagmar und Werner

GESCHAFFT!!!!!

Gestern war der wunderschöne Winterzauber, der zwar etwas verregnet dahergekommen ist aber dennoch knapp 60 liebe Gäste und Kunden verzaubert hat. Ein kleiner marsch durch die Gemarkung mit anschließendem Essen und Trinken - das hat allen laut Eigenbekundung gefallen.

Im Keller ist es jetzt wieder etwas ruhiger, wenn auch schon wieder die nächste Füllung vor der Türe steht. Aber erstmal muss jetzt wieder im Weinberg gewerkelt werden - alte Anlagen werden durch neue ersetzt, Tobias fängt mit dem Rebschnitt an und bei der Mäuseplage, wie sie zur Zeit im Feld herrscht, hoffen wir alle, nicht von der wilden Maus gebissen zu werden.

Ganz persönlich möchte Tobias an dieser Stelle noch zwei unlängst Verstorbener gedenken, des großen Georg Kreisler und des allen überragenden Fußballphilosophen Socrates - letzterer viel zu früh, ersterer trotz Alters irgendwie auch. Den einen werden wir wegen seines beißenden Spottes vermissen, den anderen, weil er einfach ein großartiger Ballkünstler und eigenwilliger Kopf war, der z.B. die Demokratie im Fußball thematisiert hat.

Wird es denn jetzt Winter oder wie???

So richtig kalt ist es ja noch nicht, wenn man sich auch schon etwas dicker einmummeln muss, wenn man im Weinberg am rumdoktern ist. Trotzdem gab es schon durchaus kältere November, wobei das ja ganz und gar in dieses durcheinanderkartoffelnde jahr passt, das so recht gar nicht weiß, was es will - zumindest versteht das keine Sau!

Im Keller wird die letzte Füllung des Jahres vorbereitet, im Weinberg wird der kommende Rebschnitt angepeilt und die Natur begibt sich langsam aber sicher in den wohlverdienten Winterschlaf. Allen, die das noch nicht mitbekommen haben, sei empfohlen, sich schleunigst Karten für das Neujahrskonzert zu sichern und den Winterzauber sollte man sich auch nicht entgehen lassen - also ran an die Tasten oder ans Telefon oder einfach kurz vor Ort vorbeigeschaut.

So!

jetzt isser rum, der Herbst! Auch wenn mancher vom Goldenen Oktober spricht, da ist nichts mehr zu machen, der weinbauliche Herbst ist vorbei und vorüber. 

Am Wochenende waren viele Demonstrationen gegen die Macht der Banken und das Diktat des Geldes - das kann man nur unterstützen. In unserer Welt verdienen diejenigen, die Waren sinnlos über den Globus schicken, dadurch wesentlich mehr Geld, als der Erzeuger jemals sieht. Zwar haben die europäischen Landwirte hier noch Standortvorteile gegenüber den asiatischen und afrikanischen Kollegen, aber langsam aber sicher stirbt die bäuerliche Landwirtschaft und die industrielle Agrarproduktion bestimmt immer mehr unsere Lebensmittelerzeugung - ob das gut ist bezweifeln immer mehr Menschen, auch immer mehr Kollegen! Tja ja, das Thema Globalisierung ist so ein Ding…

Fast…

ist der Herbst rum, die St. Laurent und die Spätburgunder brodeln friedlich auf ihrer Maische und im Keller blubbern die meisten Weißweine noch so vor sich hin. Tobias hat die ersten Weine analysieren lassen und es sieht so aus, als hätte sich die ganze Arbeit gelohnt…

…wenig Ertrag, dafür aber umso schönere Weine. Bei den Weißweinen haben wir Extraktwerte, die ansonsten den Rotweinen vorbehalten sind und das will etwas heißen. Also der Weißburgunder 2011 und der Silvaner, die haben schon was - Entschuldigung bitte - GEILES an sich. Toller Duft, fetter Eindruck und eine Frucht, die Restzuckergehalte vortäuscht, die der Wein gar nicht hat.

Ja ja, da kommt der Tobi ins Schwärmen…

So Leute,

jetztert gehts los. Tobias hat alles gereinigt und saubergemacht und morgen früh um 6 Uhr wird der Bacchus für den Traubensaft gelesen, so dass es am Mittwochabend heißen wird

“der erste 2011er ist in der Flasche!”

Das gilt aber nur für den Traubensaft, der Rest, da wird es schon noch dauern…

Der Herbst steht vor der Tür…

…und klopft vernehmlich an! Tobias hat die erste systematische Reifemessung durchgeführt und erstaunliches gemessen. Derzeit liegen fast alle Parzellen über den Werten von 2009 - und 2009 war einer der besten Jahrgänge der letzten 50 Jahre!

Die Burgunder - soweit vom Frost verschont - liegen alle über 80°Oe, die Riesling stellenweise schon weit jenseits der 70° und der Portugieser, für den Tobias sich in diesem Jahr etwas vorgenommen hatte, liegt bei ausserordentlichen 85°. Wenn jetzt das Wetter noch mitspielt und uns die stellenweise schon lauernde Fäulnis verschont, dann ja dann wird es einen Herbst mit erstaunlichen Qualitäten bei leider sehr geringen Mengen geben… 

Aber abgerechnet wird, wenn alles im Keller liegt…

Sachen gibts…

…die gibt es gar nicht!

Während Tobias mit den Vorbereitungen für die Abfüllungen am Dienstag beschäftigt ist, kommt Opa Werner in den Hof und erzählt fassungslos, dass an einem unserer Anhänger die Deichsel geklaut ist! Nur die Deichsel - sowas aber auch! Wenn es nicht die Rolle unbrauchbar machen würde, müsste man eigentlich lachen beim Gedanken, wie sich finstere Gestalten an dem Hänger zu schaffen machen und dann die Deichsel wegschleppen.

Aber neben dem Ärger durfte Tobias positiverweise erleben, wie nett, humorvoll und hilfsbereit die Polizei sein kann - ein großes Lob nach Oppenheim!

Jetzt mal ganz ohne Wein…

…ist gestern Loriot verstorben. Der Mann, der der Welt gezeigt hat, dass es auch deutschen Humor gibt, jenseits der aktuellen “Comedy” und der einfach wunderbar und unterhaltsam und halt saugut war. Leute trauert nicht zu sehr, er sitzt wahrscheinlich oben im Himmel, streichelt des Herrgotts Mops und freut sich, dass er jetzt mit den himmlischen Heerscharen Sketche einstudieren darf.

Mein Lieblingsspruch von Vicco von Bülow ist immer noch die Frage nach dem Unterschied zwischen dem Bildenden Künstler und dem Karrikaturist - der Künstler schneidet sich ein Ohr ab, der Karrikaturist nicht! Also, Leute, Ohren dranlassen und an Loriot denken!