Das Weingut Wilmshof ist ein Familienbetrieb in Selzen, einem kleinen Weinort südlich von Mainz. Das fruchtbare Tal der Selz ermöglicht in den Flußniederungen den ertragreichen Ackerbau und an den Hängen des Selztals den Weinbau auf Kalkmergel, Kalkstein sowie Letten und Sandböden.
Drei Generationen arbeiten auf dem Wilmshof zusammen, wobei die dritte Generation mit Jakob und Kaspar derzeit mehr die Gäste und Kunden unterhalten als zu arbeiten - was mit 6 und 9 Jahren auch sehr in Ordnung ist.
Katrin und Tobias Mohr bewirtschaften gemeinsam etwa 8 ha Rebland und 38 ha Ackerland, unterstützt von den Senioren Dagmar und Werner Binzel. Werner, der unumstrittene "Bauer", kümmert sich um den Ackerbau, während Schwiegersohn Tobias sich um Reben und Keller kümmert. Dagmar Binzel und Tochter Katrin sind diejenigen, die sich um Büro, Kundenbetreuung, Weinstube und die Familie kümmern - eigentlich der anstrengendere Teil eines Familienbetriebes, weil die beiden die guten Seelen des Betriebes sind. Der Weinladen mit Geschenkideen, der Webauftritt und alle Formen des gestalterischen Elementes des Weingutes obliegen Katrin, die dies trotz der beiden Kinder immer wieder bewundernswert leicht und locker erledigt.
Besuchen Sie doch auch unsere Website http://www.wilmshof-selzen.de/
oder kommen Sie gleich bei uns in Selzen vorbei...

auf Ihren Besuch freuen sich
Katrin, Tobias, Jakob und Kaspar Mohr
sowie
Dagmar und Werner Binzel

Sommer wirds…

…und die Natur versucht erfolgreich, die kleine Delle in der Entwicklung aufzuholen. Allenthalben wächst und gedeiht das Grün und die Reben saugen die Sonne nur so auf. Die Heftdrähte sind allesamt bereit, das Ausbrechen ist in vollem Gang und für Tobias stehen im Juni die letzten beiden Prüfungen an, die Fremdbetriebsprüfung ist letzten Dienstag schon mal sehr positiv verlaufen.

Ansonsten wäre noch zu vermerken, dass der Frost uns in diesem Jahr wohl mal verschont hat, nicht zu laut aber schon ein wenig und sehr heimlich freuen wir uns darüber, die letzten zwei Jahre waren doch etwas viel des Guten…

Pfingsten wurden wir in der Weinstube von Kunden überrannt - dafür Danke, auch wenn es gerade am Montag etwas stressig ausgefallen ist. Aber wenn keiner käme, was würde man sich da Gedanken machen.

Jetzt mal ehrlich…

…ständig wird Tobias auf den tragischen und leider unvermeidlichen Abstieg des FCK angesprochen. Da Tobias sich derzeit auf die letzten Prüfungen zum Winzermeister vorbereiten muss hier die Antwort von Presi und den Betzebuwe:

http://www.youtube.com/watch?v=tbauZae4ths

Trotz Frost und Hagel und anderer Widrigkeiten des Winzerlebens - wir kommen wieder! Und der Wilmshof freut sich dann ganz und gar kollektiv, ohne aus der Trauer anderer Vereine seine Genugtuung zu ziehen, wie dies bei manch anderem “Fan” in der region der Fall zu sein scheint…

Oh jehmineh, ach gottachgott…

…lange war der Mohr ganz still, weil die Arbeit das so will. Aber jetzert wird wieder gebloggt, weil jetzert ist die Meisterprüfung in die entscheidende Phase gerückt und es ist wieder etwas mehr Spiel im Spiel.

Wie schon oben erwähnt, nähert sich die meisterliche Winzerprüfung der Endphase, noch Fremdbetriebsprüfung und betriebswirtschaftliche Hausarbeit in mündlicher Prüfung und dann ist alles rum, geschafft, getan und fertig. Hoffentlich können wir dann wenigstens eine Meisterfeier hier auf dem Hof feiern, wo doch der gute alte Efzehkah hier in dieser Saison versagt hat, was zumindest bei Tobias, Jakob und Kaspar Trauer ausgelöst hat.

Die Reben wachsen und gedeihen und wir sind guter Hoffnung, dass gewisse tragische Ereignisse, die in den letzten zwei Jahren unseren schnuckeligen Betrieb heimgesucht haben (ich will hier aus einer Art Aberglauben nicht näher darauf eingehen…), in diesem Jahr ausbleiben. Die Weinberge sehen jedenfalls derzeit gut aus, wenn auch der Austrieb bei einigen späteren Lagen bescheiden daherkömmt, aber Bescheidenheit ist ja bekanntlich auch eine Zier!

Nächste Woche wird Secco gefüllt, im Februar waren die ersten 2011er an der Reihe und Ende Mai gibts die nächsten 2011er - danach ist der Keller bis auf die Roten leer.

Ansonsten hat uns der Jahresabschluss, die Jungs und die Arbeit auf Trab gehalten und der Tod des genialen amerikanischen Kinderbuchautors Maurice Sendak macht ein wenig sentimental, wenn man so will. Was machen jetzt die Wilden Kerle nur…

Zum Abschluss noch eine Literaturempfehlung:

Sollte eigentlich Pflichtliteratur für die Oberstufe in Schulen sein, der wahnsinnig interessante Essay “Von der Pflicht des Widerstandes gegen den Staat” von Henry David Thoreau, sehr schön zu lesen und immer wieder durch Kopfnicken bestätigt, gerade auch im Hinblick auf manch fragwürdige Besteuerungspraxis national und Entscheidungen der EU international… macht halt einfach Laune!

Das Neue Jahr ist schon etwas gebraucht…

…da melde ich mich mal wieder zu Wort.

Die Reben sind weitgehend geschnitten, die erste Kältewelle des Jahres überstanden und die ersten 6 2011er Weine sind gefüllt. Der Jahrgang hält, was er versprochen hat und hat süffige und fruchtige Weine hervorgebracht, die auch bei der Qualitätsweinprüfung in Alzey glänzen konnten. Aber Vorsicht, Leute - die haben es teilweise in sich!

Und ja genau, Du dickes Ei, die Fassenacht is ball vorbei - den einen (Tobias) freut es, die anderen (Rest des Wilmshofes) sind traurig und freuen sich auf die nächste Saison, so ist das eben.

Beim Rebenschneiden verlangen die frostgeschädigten Anlagen sehr viel Phantasie und manch ein Stock erinnert nach dem Schnitt eher an eine moderne Skulptur als an einen Weinstock; aber was solls: Schnipp schnapp Rebe ab!

2012

Allen unseren Freunden, Gästen, Kunden, verwandten und überhaupt jedem wünschen wir ein Gutes Neues Jahr 2012.

Katrin hat neue Bilder auf der Homepage hochgeladen und überhaupt viel Arbeit und Mühe und Zeit usw in alles investiert, damit immer und immer wieder ein Besuch auf der Homepage lohnt.

Freitags ist jetzt immer ganz regulär der Weinladen geöffnet, wobei man natürlich weiterhin nach kurzem Anruf 24 Stunden an 7 tagen die Woche Wein erwerben kann.

Wir schauen jedenfalls gespannt und voller Zuversicht in ein neues Jahr und sehen mal, was es dieses Jahr für Überraschungen birgt.

Allen Freunden, Bekannten, Kunden und auch dem Rest der Welt…

…wünschen wir von ganzem Herzen ein friedvolles, besinnliches und nicht zuletzt schönes Weihnachtsfest. Der Schnee hat sich zwar in diesem Jahr nach anderswo verdrückt, aber das soll ja die Freude nicht stören! Wir werden drei Tage die Füße sonstwohin legen, den Kinderlein beim Kindersein zusehen und selbst ein ganz klein wenig Kind sein, es ist ja immerhin “scho Weihnacht”!

Gedenken wir noch einmal des großen Loriot, des bissigen Schorsch Kreisler und des grandiosen Socrates, die uns zusammen mit vielen anderen in diesem Jahr verlassen haben. Und freuen wir uns auf dieses, jenes und das andere auch noch, das uns im nächsten Jahr hoffentlich blühen wird.

In diesem Sinne ein frohes Fest

Katrin, Tobias, Jakob, Kaspar, Dagmar und Werner

GESCHAFFT!!!!!

Gestern war der wunderschöne Winterzauber, der zwar etwas verregnet dahergekommen ist aber dennoch knapp 60 liebe Gäste und Kunden verzaubert hat. Ein kleiner marsch durch die Gemarkung mit anschließendem Essen und Trinken - das hat allen laut Eigenbekundung gefallen.

Im Keller ist es jetzt wieder etwas ruhiger, wenn auch schon wieder die nächste Füllung vor der Türe steht. Aber erstmal muss jetzt wieder im Weinberg gewerkelt werden - alte Anlagen werden durch neue ersetzt, Tobias fängt mit dem Rebschnitt an und bei der Mäuseplage, wie sie zur Zeit im Feld herrscht, hoffen wir alle, nicht von der wilden Maus gebissen zu werden.

Ganz persönlich möchte Tobias an dieser Stelle noch zwei unlängst Verstorbener gedenken, des großen Georg Kreisler und des allen überragenden Fußballphilosophen Socrates - letzterer viel zu früh, ersterer trotz Alters irgendwie auch. Den einen werden wir wegen seines beißenden Spottes vermissen, den anderen, weil er einfach ein großartiger Ballkünstler und eigenwilliger Kopf war, der z.B. die Demokratie im Fußball thematisiert hat.

Wird es denn jetzt Winter oder wie???

So richtig kalt ist es ja noch nicht, wenn man sich auch schon etwas dicker einmummeln muss, wenn man im Weinberg am rumdoktern ist. Trotzdem gab es schon durchaus kältere November, wobei das ja ganz und gar in dieses durcheinanderkartoffelnde jahr passt, das so recht gar nicht weiß, was es will - zumindest versteht das keine Sau!

Im Keller wird die letzte Füllung des Jahres vorbereitet, im Weinberg wird der kommende Rebschnitt angepeilt und die Natur begibt sich langsam aber sicher in den wohlverdienten Winterschlaf. Allen, die das noch nicht mitbekommen haben, sei empfohlen, sich schleunigst Karten für das Neujahrskonzert zu sichern und den Winterzauber sollte man sich auch nicht entgehen lassen - also ran an die Tasten oder ans Telefon oder einfach kurz vor Ort vorbeigeschaut.

So!

jetzt isser rum, der Herbst! Auch wenn mancher vom Goldenen Oktober spricht, da ist nichts mehr zu machen, der weinbauliche Herbst ist vorbei und vorüber. 

Am Wochenende waren viele Demonstrationen gegen die Macht der Banken und das Diktat des Geldes - das kann man nur unterstützen. In unserer Welt verdienen diejenigen, die Waren sinnlos über den Globus schicken, dadurch wesentlich mehr Geld, als der Erzeuger jemals sieht. Zwar haben die europäischen Landwirte hier noch Standortvorteile gegenüber den asiatischen und afrikanischen Kollegen, aber langsam aber sicher stirbt die bäuerliche Landwirtschaft und die industrielle Agrarproduktion bestimmt immer mehr unsere Lebensmittelerzeugung - ob das gut ist bezweifeln immer mehr Menschen, auch immer mehr Kollegen! Tja ja, das Thema Globalisierung ist so ein Ding…

Fast…

ist der Herbst rum, die St. Laurent und die Spätburgunder brodeln friedlich auf ihrer Maische und im Keller blubbern die meisten Weißweine noch so vor sich hin. Tobias hat die ersten Weine analysieren lassen und es sieht so aus, als hätte sich die ganze Arbeit gelohnt…

…wenig Ertrag, dafür aber umso schönere Weine. Bei den Weißweinen haben wir Extraktwerte, die ansonsten den Rotweinen vorbehalten sind und das will etwas heißen. Also der Weißburgunder 2011 und der Silvaner, die haben schon was - Entschuldigung bitte - GEILES an sich. Toller Duft, fetter Eindruck und eine Frucht, die Restzuckergehalte vortäuscht, die der Wein gar nicht hat.

Ja ja, da kommt der Tobi ins Schwärmen…